Montag, 12. November 2012

Alternative zu Facebook und Co.

Eine neue Projektidee soll ein Kommunikations-Baumhaus beim Spielplatz in Pielachberg entstehen lassen. Der Maschinenring-Melk unterstützt die Vorbereitungsarbeiten.

Stadt Melk, Spielberg, Pielach und Pielachberg -  Eine interessante Alternative zu Facebook und Co. soll die Errichtung eines Kommunikationsbaumes auf dem Spielplatz in Pielachberg für Kinder und Jugendliche sein.

Dreifacher Nutzen
Eine Spielkombination aus dem Montagejahr 1994 mit zwei Türmen, einer Hängebrücke und einer Kinderrutsche muss auf dem Spielplatz ersetzt werden. Die tragenden Holzteile sind schon zu stark von der Witterung beeinträchtigt und ein Sicherheitsrisiko. Weiters steht neben dieser Spielkombination ein etwa 30 Jahre alter Baum (Pappel), welcher bei starkem Wind eine Gefahr für die Spielplatzbesucher und für das angrenzende Sport- und Kulturhaus darstellt. Dieser Baum konnte in Zusammenarbeit mit dem Maschinenring Melk bereits zurückgeschnitten werden. Nun soll auf diesem lebenden Baumstamm ein Kommunikationsbaumhaus errichtet werden. Erreichen können die Kinder dieses Baumhaus über einen Seildschungel, welcher die defekte Spielkombination ersetzen wird.

Idee - Kommunikationsbaumhaus
Im Baumhaus sollen Briefkästen für die „Heranwachsenden“ montiert werden. Interessierte Kinder (ab 8 Jahre) erhalten ihren eigenen Briefkasten. Somit können die Kinder und Jugendlichen Freundinnen, Freunden und Bekannten mit Schriftstücken Informationen zukommen lassen. Also eine Alternative zu Facebook, SMS und Co., um auf den Wert einer Briefkommunikation aufmerksam zu machen. Durch die abgelegene Lage der Briefkästen im Baumhaus wird das Interesse zu dieser Kommunikationsform geweckt und ein bestimmtes Maß an körperlicher Bewegung und Geschicklichkeit ist notwendig, um sein Ziel zu erreichen.

Finanzierung bereits angelaufen
Von der örtlichen Dorferneuerung wurde diese Projektidee auch beim NÖ-Ideenwettbewerb eingereicht. „Wir werden sehen ob diese Idee eine Auszeichnung verdient. Mit einem Gewinn wäre bereits ein wesentlicher Teil der Materialkosten gedeckt. Natürlich werden die Bewohner die Demontage- und Montagearbeiten, sowie die Errichtung des Fallschutzes freiwillig übernehmen. Durch diese Maßnahmen können etwa 35 Prozent der Herstellungskosten gespart werden“, erklärt Obmann Markus Ledl.
Eine Unterstützungszusage von Bürgermeister Thomas Widrich, Familienstadtrat Adolf Salzer und Dorferneuerungsstadtrat Franz Hofbauer gibt es bereits seit August und ebenso wurden alle Gemeinderäte von der Dorferneuerung im Sommer über dieses geplante Projekt für unsere Kinder schriftlich informiert.
  
Der erste Schritt zum Kommunikations-Baumhaus in Pielachberg wurde unter der Mithilfe des Maschinenringes Melk bereits gesetzt. Am Freitag, 9. November 2012 konnte der „lebende Baumhausträger“ von Fachleuten mit dem notwendigen Maschineneinsatz zurückgeschnitten werden. (vlnr) Robert Luger (Maschinenring Melk), Franz Hofbauer jun., Walter Kloimwieder jun., STR Franz Hofbauer, Obmann Ing. Markus Ledl

Projektbeschreibung unter folgender Adresse abrufbar:
ftp://ftp.hlaysper.ac.at/dorferneuerung/projekt_festplatz_spielplatz_pielachberg/Ideenwettbewerb_beschreibung_projekt_baumhaus_oktober2012.pdf