Montag, 10. August 2026

Betkreuz erstrahlt in neuem Glanz (Teil 3)

Betkreuz erstrahlt in neuem Glanz! - Am Montag, 10. August 2026 konnten die Sanierungsarbeiten des Materls (Betkreuz) in Spielberg abgeschlossen werden. Im Frühherbst wird noch ein Baum gepflanzt. Herzlichen Dank für den Erhalt von Kleindeckmälern (Kleindenkmale)!

Mit einer atmungsaktiven Fassadenfarbe wurde das verputze Mauerwerk endbeschichtet. Die aufbereitete Schnitzfigur, das Metallkreuz, das Marienbild und die Gittertür konnten wieder montiert werden.


Kurz zur bekannten Geschichte des Betkreuzes in Spielberg (Materl) bei der Kreuzung alter Mühlenweg in Spielberger Straße:


Im Jahr 2000 wurde das Materl unter der Koordination von Gerhard Ledl (bereits verstorben) renoviert und im Herbst 2000 bei einer Feierlichkeit auch geweiht. Die Pflege übernahmen die Bewohner*Innen aus Spielberg. In den letzten Tagen von 7. bis 10. August 2026 konnte eine neuerliche Sanierung durchgeführt werden. Herzlichen Dank an alle beteiligten Spielberg*Innen.

1. Niederösterreichischer Tag der Klein- und Flurdenkmale

Der Zeitpunkt der Sanierung deckte sich optimal mit dem ersten Aktionstag in NÖ für Kleindenkmäler (Kleindenkmale)!

Quelle: 1. Niederösterreichischer Tag der Klein- und Flurdenkmale - Land Niederösterreich
Am Sonntag, 9. August, lädt die Volkskultur Niederösterreich als Teilbetrieb der Kultur.Region.Niederösterreich zum 1. NÖ Klein- und Flurdenkmaltag. Dieser landesweite Aktionstag soll diese kulturellen Schätze sichtbar machen, regionale Initiativen aufzeigen und alle Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher aktiv zur Auseinandersetzung mit ihrem kulturellen Erbe animieren. Die rund 45.000 Klein- und Flurdenkmale prägen das kulturelle Erscheinungsbild Niederösterreichs in besonderer Weise: Wegkreuze, Marterln, Bildstöcke, Kapellen, Gedenk- und Grenzsteine sowie religiöse Kleindenkmale erzählen von regionaler Geschichte, Volksfrömmigkeit, historischen Ereignissen, Handwerkskunst und lokalen Traditionen. Sie sind identitätsstiftende Zeugnisse der Alltagskultur und bilden ein wesentliches Element der niederösterreichischen Kulturlandschaft. 

Hermann Auer und Markus Ledl beendetet die Maler- und Mauerarbeiten. Die Materialien wurden von der Bevölkerung gespendet. Im Frühherbst wird noch von den Bewohner*Innen, unterstützt von der Firma Hubert Schmied aus Ursprung, ein Baum mit einer Pflanzhöhe von etwa 3 Meter gesetzt. Die Baumkosten werden über die Einnahmen vom Glockenturmfest gedeckt.

"Leben im Dorf anders! - Nimm DIR Zeit" - Unser Moto seit der Gründung der Dorferneuerung im Jahr 2007 zeigt wieder einmal beeindruckend wie einfach und unkompliziert für die Gemeinschaft etwas geschaffen werden kann.




Markus Ledl und Hermann Auer freuen sich über den erfolgreichen Abschluss.

Wir möchten euch auf eine Veranstaltung am kommenden Freitag noch hinweisen. Veranstaltungsort ist beim Sport- und Kulturhaus in Pielachberg (Pielachbergstraße 1, 3390 Pielachberg):



Herzlichen Dank für die Verpflegung am dritten Sanierungstag bei Renate Auer und für die Bereitstellung von Wasser und Strom durch die Familie Schrattenholzer!

Bericht Teil 1:

Bericht Teil 2:

Sonntag, 9. August 2026

Sanierung - Materl in Spielberg - Teil 2

Am Samstag, 8. August 2026 wurde der Feinputz (weißer Kalk-Feinputz mit guter Wasserdampfdurchlässigkeit) aufgebracht und die Firststeine ebenfalls damit verfugt.

Die Sanierung schreitet beim Betkreuz in Spielberg zügig voran. Die Feinverputzung des Mauerwerkes und die Abdichtung zum Bodenbereich wurden durchgeführt. Auch der Dachbereich (Biberschwanzdeckung) konnte fertiggestellt werden.

"Es freuen uns die positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung sehr über die getätigten Schritte bei der Sanierung und Erhaltung. Vielen Bewohner*Innen aller Generationen ist die Ortsbildpflege, in diesem Fall die Erhaltung und Pflege von Kleindeckmälern, wichtig. Gemeinsam etwas Schaffen für unseren Lebensraum ist gelebte Dorfgemeinschaft", so Hermann Auer und Markus Ledl.

Für Montag, 10. August 2026 ist das Aufbringen der atmungsaktiven Fassadenfarbe geplant. Schnitzfigur, Marienbild, Gittertür und Giebel-Kreuz werden ebenfalls bis Montag gereinigt und etwas "aufpoliert". In den nächsten Wochen wird die Sitzbank durch Franz Hofbauer sen. erneuert und vom Organisationsteam des Glockenturmfestes ein Baum finanziert und gepflanzt. Herzlichen Dank für das großartige Zusammenwirken!











Herzlichen Dank für die Verpflegung am zweiten  Sanierungstag und für die Bereitstellung von Wasser und Strom durch die Familie Schrattenholzer!

Freitag, 7. August 2026

Sanierung - Materl in Spielberg - Teil 1

Im August 2026, genau am 7. August 2026, starteten einige Bewohner*Innen aus Spielberg mit der Sanierung des Betkreuzes (Materl) in Spielberg bei der Kreuzung "Spielberger Straße" in den "Alten Mühlenweg".


Im "Stadtbuch der Stadt Melk" aus dem Jahr 1998 wird über dieses Betkreuz (Materl) schon berichtet. Das Marienbild in der Nordseite ist bis heute noch erhalten.
Im Jahr 2000 wurde dieses Betkreuz bereits von Bewohnern aus Spielberg, ehrenamtlich saniert und bei einer Feierlichkeit im Herbst 2000 auch neu geweiht. Der Dorfgemeinschaft war es immer schon ein großes Anliegen ihre Kleindenkmäler zu pflegen.

26 Jahre später - Sanierung fällig







26 Jahre später muss das Mauerwerk saniert werden. "Das Organisationsteam des "Glockenturmfestes in Spielberg" möchte seinen Veranstaltungsgewinn aus diesem Jahr für die Sanierung von Kleindenkmälern in Spielberg verwenden", berichten Thomas Kitzweger und Franz Hofbauer jun.
Die Mauerarbeiten übernahmen Hermann Auer und Markus Ledl und am ersten Sanierungstag wurden die losen Putzflächen entfernt und grob erneuert, die Fliesenflächen ebenfalls entfernt und neu verlegt. Das beschädigte "Biberschwanzdach" konnte auch von den beiden saniert werden. Die Beschädigung des Daches passiert vor einigen Jahren bei der Entfernung des abgestorbenen Kastanienbaumes neben dem Betkreuz.









Sitzbank wird ebenfalls saniert und ein Baum wird wieder gepflanzt!

In den nächsten Tagen wir der Feinputz aufgebracht und anschließend die Mauerflächen neu mit einer atmungsaktiven Fassadenfarbe bemalt. Auch die Dachflächen werden neu mit Mörtel ausgefugt. Franz Hofbauer sen. wird die Sitzbank sanieren und über die Firma Hubert Schmid aus Ursprung bekommt man einen Jungbaum samt Sicherungs- und Bewässerungsmaterial, mit etwa 3 Meter Pflanzhöhe. Die Baumsorte wird unserem derzeitigen Klima angepasst. Die Pflanzung ist im Frühherbst geplant. Der Holzrahmen vom Marienbild soll ebenfalls saniert werden und die Schnitzfigur neu geölt.

Herzlichen Dank für die Verpflegung am ersten Sanierungstag aus der Nachbarschaft und für Wasser und Strom von der Familie Schrattenholzer!

Bericht: Markus Ledl